Naher Osten

Free Gaza!

(Sarah Stricker, Cicero)

Free Gaza from Hamas!

»Und wieder gibt es Tote im Gazastreifen. Und wieder steigt die Zahl jeden Tag weiter an. Und wieder ist ein Ende der Gewalt nicht in Sicht, zumindest nicht, wenn es nach dem Willen von Hamas-Chef Yahya Sinwar geht, der seine Anhänger am Montag daran erinnerte, „dass kein Vorstoß und kein Plan uns dazu bringen kann, Frieden mit dem Feind zu schließen.“

Und wieder lese ich in den Kommentaren der Tageszeitungen, Schuld an der Wut der Palästinenser sei die Aussichtslosigkeit im Gazastreifen, die Armut, die Arbeitslosigkeit, die sich immer weiter verschlechternden Lebensbedingungen, die, ja, da gebe ich den Schreibern völlig recht, tatsächlich unerträglich sind. Vor allem aber scheinen sich alle darin einig zu sein, wer dafür die Verantwortung trägt: Israel. Wer hingegen höchstens am Rande Erwähnung findet, ist die Hamas. Dabei hat sie nicht nur mehrere Millionen in den gewaltsamen Protest investiert – und ja, ich weiß, die Hamas selbst spricht beharrlich von friedlichen Demonstranten. Aber hat schon mal jemand mit einer Steinschleuder auf Sie gezielt? Für mich sieht „friedlich“ anders aus – sie ist es auch, die die desaströse Lage im Gazastreifens überhaupt erst geschaffen hat. Und das aus purem Machthunger.

Es ist mehr als ein Jahrzehnt her, dass Israel aus dem Gazastreifen abgezogen ist. 8.000 jüdische Siedler mussten damals, gegen zum Teil enorme Widerstände in der israelischen Bevölkerung, ihr Zuhause verlassen. Ja, der Schritt war einseitig, und nein, mit der Räumung war noch kein eigener palästinensischer Staat verbunden. Aber, anders als im Westjordanland, das bis heute unter israelischer Militärverwaltung steht, hatten die Palästinenser im Gazastreifen damit, zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt, die Chance auf ein Leben ohne Besatzung, weder vonseiten der Osmanen, noch der Briten, der Ägypter oder der Israelis. Statt eine Führung zu wählen, die diese Chance zu ergreifen gewillt war, entschieden sie sich bei den ersten freien Wahlen jedoch zu 44 Prozent für die radikalislamische Hamas.«

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