International

Treffen von Trump und Xi: Deeskalation ohne viel Substanz – und was das bedeutet

Peter A. Fischer, NZZ

Der amerikanische Präsident Donald Trump befindet sich offensichtlich bereits voll im Wahlkampfmodus. Den grössten Teil seiner 74-minütigen Pressekonferenz zum Ende des G-20-Gipfels in Osaka verbrachte er damit, herauszustreichen, in was für verlustreiche Arrangements seine demokratischen Vorgänger die USA gesteuert hätten, was für ein grossartiger Dealmaker er sei und wie gut er mit netten und weniger netten Staatschefs dieser Welt zurechtkomme. Dabei lobte er erneut auch den chinesischen Staatschef Xi Jinping und erklärte auf Nachfrage gar, China und die USA sollten am besten strategische Partner sein, die einander gegenseitig helfen. Dazu müsse sich China aber mehr öffnen.

Ungebremste Begeisterung für Zölle

Mit dieser Aussage traf Trump durchaus ins Schwarze. Die mittlerweile zwei grössten Wirtschaftsmächte der Welt sind systemisch und technologisch in vielem Wettbewerber, aber für beide und für die ganze Welt wäre es eindeutig am besten, wenn sie in wichtigen Fragen kooperieren und ihre Märkte füreinander offenhalten würden. Danach sieht es allerdings auch nach dem neuesten Treffen der beiden Staatschefs nicht aus. An diesem wurde erst eine Minimallösung erzielt, die eine unmittelbare weitere Eskalation verhindern soll. 

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