Welt

Tod eines Weltretters

Der unbemerkte Tod eines Retters der Welt

(Peter Grimm, Achse des Guten) »Den Friedensnobelpreis hat er nicht bekommen, obwohl er ihn mehr verdient hätte als manch anderer, dem diese Auszeichnung verliehen wurde. Im Mai ist er, von der Öffentlichkeit unbemerkt, verstorben. Erst jetzt, im September, wurde sein Tod bekannt durch eine Todesanzeige. Große Nachrufe bekam der Verstorbene in deutschen Medien nicht.

Für die Tragweite seiner Tat – immerhin die Verhinderung eines sowjetischen Atomschlags im Jahre 1983 – ist Oberstleutnant Stanislaw Petrow ohnehin erstaunlich unbekannt geblieben. Es wurde schon gelegentlich über seine existenzielle Entscheidung am 26. September 1983 berichtet, er wurde auch dafür geehrt, dennoch kennt kaum jemand seinen Namen.

Petrow war an jenem Herbsttag vor 34 Jahren diensthabender Offizier im ungefähr 50 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Bunker Serpuchow-15. Die dort stationierte computer- und satellitengestützte Überwachung des Luftraumes hatte nur eine Aufgabe: einen nuklearen Angriff auf die Sowjetunion frühestmöglich zu erkennen und rechtzeitig Alarm auszulösen, damit der vorgesehene mit allen Mitteln geführten nuklearen Gegenschlag sofort ausgeführt werden konnte.«

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