Großbritannien

Theresa May zu den Brexit Verhandlungen

(Theresa May, WELT)

Keine Seite kann von der anderen völlig Inakzeptables verlangen

»In Salzburg werden die Staats- und Regierungschefs der EU diese Woche auch über Großbritanniens Vorschläge für seine zukünftigen Beziehungen zur Europäischen Union sprechen. Die britischen Wünsche wurden ausgiebig kommentiert, weshalb ich nun selbst erklären möchte, was ich erreichen will und welches meine Beweggründe sind.

Das Verhältnis zwischen Großbritannien und der EU wird sich mit dem Brexit von Grund auf ändern, aber es liegt mir sehr am Herzen, dass wir auch nach unserem Austritt eine möglichst starke Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft haben, da ich glaube, dass dies im Interesse aller unserer Bürger ist. Wir werden immer noch Nachbarn sein, wir sind und bleiben Teil der europäischen Staatenfamilie und wir vertreten immer noch die gleichen Werte.

Wir alle treten für Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit ein, untermauert von einer regelbasierten internationalen Ordnung – in einer Welt, in der diese Werte zunehmend bedroht sind.

Gleichzeitig ist es meine Aufgabe, die demokratische Entscheidung der britischen Wähler, die supranationale Institution der EU zu verlassen, umzusetzen. Das hat natürlich Folgen. So wird Großbritannien beispielsweise weniger Zugang zu den Märkten der EU haben als jetzt. Und das Vereinigte Königreich wird nicht mehr dem Binnenmarkt angehören, weder ganz noch teilweise. Die Frage, vor der sowohl Großbritannien wie auch die EU jetzt stehen, lautet also: Wie gestalten wir Großbritanniens Austritt aus der EU so, dass wir die zentralen Interessen beider Seiten achten und unnötige, schädliche Störungen vermeiden?«

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