Naher Osten

Nur der Sieg beendet Krieg

(Daniel Pipes, The Australian)

Warum die Palästinenser einen israelischen Sieg brauchen

»Es ist der richtige Moment für frisches Denken, um den alten und schalen palästinensisch-israelischen Konflikt zu erledigen.

Da die Araber sich auf andere Dinge konzentrieren – die iranischen Atomwaffenaufbau, Bürgerkriege in Libyen, dem Jemen, Syrien und dem Irak, die zum Schurken werdenden Türkei, dem Anschwellen des Islamismus und dem immer mehr fehlenden Wasser – haben die uralten antizionistischen Tabus eine Menge ihrer Schärfe verloren. Ein erfolgreiches und starkes Israel hat seine Hoffnung verloren, die es in den Jahrzehnte alten „Friedensprozesses“ setzte. Der Cowboy im Weißen Haus schafft gerne Präzedenzfälle. Und die Hinwendung der globalen Linken zum Antisemitismus, veranschaulicht von Jeremy Corbyn und der britischen Labour Party, fügt weitere dringliche Gründe hinzu; sollte sie irgendewann an die Macht kommen, werden die Folgen für Israel übel aussehen.

Die herkömmliche Meinung behauptet, dass der arabisch-israelische Konflikt nur enden wird, wenn die Beschwerden der Palästinenser ausreichend abgegolten sind, so dass sie den jüdischen Staat Israel akzeptieren. Dieses Paradigma ist seit den Oslo-Vereinbarungen vom September 1993 fast nicht infrage gestellt worden; trotzdem hat diese 25-jährige Periode auch klar gemacht, dass Palästinenser in überwältigender Zahl (auf Grundlage von Forschungs- und Umfragedaten, die ein Jahrhundert weit zurückreichen, schätze ich sie auf 80 Prozent) nicht die friedliche Koexistenz mit Israel anstreben, sondern die brutale Eliminierung des „zionistischen Gebildes“. Bei solchen Einstellungen überrascht es nicht, dass jede Runde der medial aufgebauschten Verhandlungen schließlich gescheitert ist.

Ich werde einen völlig anderen Ansatz zur Lösung des Konflikts vorschlagen, eine Rückkehr zur Strategie von Abschreckung und Sieg, die mit Vladimir Jabotinsky (1880-1940), dem größten Strategen des Zionismus, verbunden ist: Israel sollte nicht darauf aus sein seine Feinde zufriedenzustellen, sondern sie zu besiegen. Den gängigen Gefühlen entgegengesetzt werde ich zeigen, warum die Palästinenser genau einen solchen israelischen Sieg brauchen, um ihre derzeitige Unterdrückung, Extremismus und Gewalt los und ein erfolgreiches Volk zu werden.«

Hier weiterlesen

Anmerkung: Unter obigem Link findet sich die – leider nicht ganz fehlerfreie – deutsche Übersetzung eines Texts, der erstmalig im Magazin »The Australian« veröffentlicht worden ist. Die englische Originalfassung findet sich hier.