Europa Terrorismus

Nous sommes Charlie?

Charlie Hebdo. Sie werden täglich mit dem Tod bedroht.

(Jürg Altwegg, FAZ) »Wenn der Journalist Fabrice Nicolino zu einer öffentlichen Veranstaltung geht, ist seine Frau seit drei Jahren nicht mehr dabei. Sie könnte zur Zielscheibe von Terroristen werden. Denn an Todesdrohungen auch gegen die Angehörigen von Mitarbeitern der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ mangelt es nicht. „Das nächste Mal schneiden wir euch die Kehle durch“, wird ihnen täglich prophezeit.

Mit Freunden kann sich Nicolino auch nicht mehr treffen, nicht im Bistro oder der Bar. Dorthin kann er nur noch allein, mit Personenschutz. Gelegentlich drängen die Sicherheitsleute zum Aufbruch, nicht weil sie Dienstschluss haben oder Polizeistunde wäre, sondern weil ein Indiz auf Gefahr hindeutet. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. „Die Spontaneität ist aus unserem Leben verschwunden“, stellt Fabrice Nicolino resigniert fest: „Es ist ein Leben wie in einer Konservendose.“

Die gespenstische Szene illustriert das Leben der Redakteure. Ihren Beruf üben sie in einem Bunker aus, zu dem die Redaktion umgebaut wurde.«

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