Migration Österreich

Migrantische Problembären

(Josef Urschitz, PRESSE)

Hilflose AMS-Manager

Wenn ein Vorurteil in der Realität oft genug bestätigt wird, dann ist es keines. Sondern die Realität selbst. Das kommt einem in den Sinn, wenn man den nun aufgetauchten katastrophalen internen Revisionsbericht des Arbeitsmarktservice liest. Da findet man alles aufgelistet, was die heimische Intelligenzija gemeinhin dem Auswurf des reaktionären Stammtisches zuordnet:

Migrantenkinder, die, obwohl in Wien geboren, nicht ausreichend Deutsch können, um selbst Hilfsjobs anzunehmen. Migrantengruppen, die es mit ihrem Selbstbewusstsein nicht vereinbaren können, „Frauenarbeiten“ (beispielsweise Fensterputzen) anzunehmen oder sich in Dienstleistungsberufe vermitteln zu lassen, weil sie eben nicht zum Dienen geboren sind. Väter, die Berufsqualifikationen für ihre Töchter und Frauen verhindern, weil diese dabei mit Männern in Kontakt kommen könnten. Gewaltdrohungen gegen AMS-Berater, die diese dazu bringen, die Klientel nicht länger mit Jobangeboten oder Kursen zu belästigen, sondern das Geld einfach rüberzuschieben. Schutzgeld, sozusagen.

Nur: Das ist keine Zusammenfassung eines Stammtischabends, sondern ganz offenbar die Realität, wie sie AMS-Berater vor Ort erleben. Und diese Realität deckt sich durchaus mit einschlägigen Erfahrungen in Deutschland, Schweden, der Schweiz, Holland und so weiter.

Wir haben also ein ziemlich ernstes Problem. Und der eigentliche Skandal ist, wie die Verantwortlichen darauf reagieren. Eine AMS-Führung, der angesichts solcher Zustände im eigenen Haus nichts anderes einfällt, als ihren Mitarbeitern beschwichtigend „Schulungen zum internationalen Verständnis“ zu verordnen, gehört eigentlich eher heute als morgen aus dem Amt gejagt.

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