SCHLAGLICHTER

Ist das Gentechnik?

Aufklärung eines Missverständnisses

Erklärvideo mit Martin Moder von den Science Busters: Entgegen dem verbreiteten Glauben war es noch nie möglich, eine scharfe Grenze zwischen dem zu ziehen, was wir als »natürlich« betrachten, und was als »gentechnisch verändert« gilt. Durch die neuen Methoden wird diese Unterscheidung noch schwieriger und stellt uns vor die Herausforderung zu entscheiden, ob es sich bei der neuen Präzisions-Gentechnik überhaupt noch um Gentechnik handelt.

»Die neue grüne Präzisions-Gentechnik hat mit der alten wenig gemeinsam«, behauptet »Science Buster« Martin Moder im Erklärvideo und gibt ein Update zum Stand der Gentechnik.

Bei den meisten Österreichern stößt der landwirtschaftliche Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen auf grundsätzliche Ablehnung. Es herrscht die Vorstellung, grüne Gentechnik wäre eine unberechenbare Risikotechnologie, deren Auswirkungen sich nicht abschätzen lassen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass keines der Horrorszenarien eingetroffen ist, die seit 20 Jahren in Anti-Gentechnik-Kampagnen prophezeit werden.

Doch unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung haben sich die Methoden, mit denen das Erbgut von Pflanzen verändert wird, in den letzten Jahren grundlegend verändert. Dadurch greifen viele der Argumente, die lange Zeit gegen den Einsatz der Grünen Gentechnik ins Spiel gebracht wurden, heute ins Leere.

Allerdings haben nur wenige etwas davon mitbekommen. Entgegen dem verbreiteten Glauben war es noch nie möglich, eine scharfe Grenze zwischen dem zu ziehen, was wir als »natürlich« betrachten, und dem, was als »gentechnisch verändert« gilt. Durch die neuen Methoden wird diese Unterscheidung noch schwieriger – und stellt uns vor die Herausforderung zu entscheiden, ob es sich bei der neuen Präzisions-Gentechnik überhaupt noch um Gentechnik handelt.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Addendum veröffentlicht.

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