SCHLAGLICHTER

Gendefekt der Republik

Da wird mit dem Souverän nicht auf Augenhöhe verhandelt, sondern der wird als hilfsbedürftiger Untertan definiert, den die Obrigkeit weise und milde durchs Leben zu führen hat. Indem er “Fürsorge” verspricht, definiert sich dieser Staat nicht als das, was er im 21. Jahrhundert sein sollte, sondern wirft sich in eine obrigkeitliche Pose, indem er “Fürsorge gewährt”. Es ist dies ein Staatsverständnis, wie es im Feudalismus vorgeherrscht haben mag und das sich gerade in Kärnten noch bis tief ins 20. Jahrhundert hinein am Leben erhalten hat.

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Christian Ortner

Christian Ortner war Chefredakteur und Herausgeber der „WirtschaftsWoche" (Österreich) und des Magazins „Format“. Seine Texte erscheinen unter anderem jeden Freitag in den österreichischen Tageszeitungen „Die Presse“ und „Wiener Zeitung“. Der Kolumnist und Autor lebt in Wien und leitet "ortneronline. Das Zentralorgan des Neoliberalismus".

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