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Deutschland Wirtschaft

Europa kann die deutsche Stromversorgung nicht retten

(Daniel Wetzel, WELT)

Keine Versorgungssicherheit

»Deutschland kann in Zeiten ohne Wind und Sonne nicht mehr darauf vertrauen, dass Stromeinfuhren aus dem Ausland die Versorgung aufrechterhalten. Denn: ›Die Kraftwerkskapazitäten in der Europäischen Union schmelzen dahin‹, warnt der Bundesverband der Elektrizitäts- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer neuen Studie.

Bislang war die Bundesregierung davon ausgegangen, dass in Europa genug Kraftwerke bereitstehen, um nach dem deutschen Atom- und Kohleausstieg Lücken in der deutschen Stromversorgung zu füllen. Eine gefährliche Fehleinschätzung, wie jetzt aus der Studie ›Verfügbarkeit ausländischer Kraftwerkskapazitäten für die Versorgung in Deutschland‹ hervorgeht.

Tatsächlich stellt die Studie ebenso grobe wie folgenreiche Rechenfehler in den Strategiepapieren der Bundesregierung fest. So war das Bundeswirtschaftsministerium im ›Grünbuch‹ von 2014 davon ausgegangen, dass in dem für Deutschland relevanten Marktgebiet Kraftwerksüberkapazitäten von 60 Gigawatt bestünden.

›Die genannte Zahl von 60 Gigawatt ist jedoch nicht korrekt‹, stellt die BDEW-Untersuchung jetzt fest. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) habe Daten der europäischen Netzbetreiber ›falsch interpretiert‹. Die Überkapazitäten in Deutschland und den Anrainerstaaten waren zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ›um den Faktor 3-4 niedriger‹.«

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