Migration

Eine entgrenzte Welt wäre der Untergang Europas

(Ansgar Graw, WELT)

Steuerung der Migration

»Europa darf sich nicht von der Welt abschotten. Aber gerade deshalb braucht der Kontinent die Sicherheit stabiler Grenzen. Auch wenn diese in traumseligen deutschen Milieus gern denunziert werden.

Im Zeitalter der weltweiten Völkerwanderung verwelken politische Phrasen, die lange Zeit Anspruch auf überparteiliche Zustimmung erheben konnten: ›Eine Festung Europa darf es nicht geben.‹ Oder: ›Grenzen müssen verbinden, statt trennen.‹

Dahinter steckte die irrige Hoffnung, dass Nationalstaaten einer sterbenden Spezies angehören. Jean-Claude Juncker, der scheidende Chef der EU-Kommission, hat die Europäer in seiner letzten Rede zur Lage der Europäischen Union Richtung Wirklichkeit zurückgeführt, als er forderte: ›Die Außengrenzen müssen effizienter geschützt werden.‹ Und Österreichs Kanzler Sebastian Kurz mahnte gerade beim Besuch in Spanien, ›dass die Grenzen Europas für illegale Einwanderung geschlossen‹ werden müssen.

In traumseligen deutschen Milieus werden Grenzen gern denunziert. Das beginnt mit dem hinzugegebenen Adjektiv ›starr‹. Grenzen könnten nicht geschlossen werden, wird von der Kanzlerin bis in die Opposition versichert, weil sich ansonsten Migranten einen anderen Weg suchen würden. Die Grünen wollen gar, statt Grenzen zu schließen, sichere Fluchtwege schaffen. Dahinter schwingt der Traum von einer entgrenzten Welt mit, von einem Globus ohne unterschiedliche Nationen, Staaten und Interessen.«

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