fbpx
Deutschland

Ein Riss geht wieder durch Deutschland

(Alexander W. Bauersfeld, NZZ)

Die Machtbasis der SED blieb unangetastet

»›Dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint‹, hiess es in der Nationalhymne der DDR, des ohne freie Wahlen 1949 auf Stalins Befehl auf dem Territorium der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) entstandenen Staates. Es war von Anfang an eine Lebenslüge dieser DDR. Denn es gab schon seit 1945 im gesamten Bereich der SBZ ›sowjetische Speziallager‹ mit über 120.000 Häftlingen, die vor allem aus politischen Gründen willkürlich eingesperrt waren, oft ohne Gerichtsverfahren oder durch ›Sowjetische Militärtribunale‹ zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt waren. Viele wurden auch hingerichtet. Für viele Menschen gab es 1945 keine Befreiung, als die Rote Armee kam, denn die Nazi-Diktatur wurde nahtlos durch die Diktatur des Kommunismus ersetzt. Mutige Demokraten wie Arno Esch, Charlotte und Erwin Köhler oder Wilhelm Beust wurden vom Staatssicherheitsdienst festgenommen und in Moskau ermordet.

Dieser Widerstand wird selbst von den Parteien weitgehend vergessen, von denen die ermordeten Menschen damals Mitglieder waren, denn sonst würde es keine Koalitionen der SPD mit der Linken geben, und kein CDU-Politiker wäre 2018 mit Überlegungen zur Zusammenarbeit mit den Kommunisten nach den Wahlen an die Öffentlichkeit getreten.

Unerträglich ist es auch für die Verfolgten des Kommunismus, dass in diesem Jahr in Trier ein Karl-Marx-Denkmal errichtet wurde, von der Kommunistischen Partei Chinas, die in ihrer Geschichte über 35 Millionen Menschen ermordet hat. Völlig unhistorisch und wahrheitswidrig behaupteten Ministerpräsidentin Dreyer und EU-Kommissions-Präsident Juncker, Marx habe mit den Verbrechen seiner kommunistischen Ideologie nichts zu tun.«

Hier weiterlesen

 

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Dann unterstützen Sie bitte die SCHLAGLICHTER!

 Über diesen Beitrag auf Facebook diskutieren