Antisemitismus

Der neue Antisemitismus in Deutschland

(Bassam Tibi, BAZ)

Deutsche Vergangenheit, Deutsche Gegenwart

»Kürzlich sprach ich an der Oxford University (St. Jones College) über Antisemitismus. Ich unterschied dabei drei Spielarten von Antisemitismus:

• den alten Nazi-Antisemitismus;
• den ›New Antisemitism‹, der in der Welt des Islam und seiner Diaspora in Europa gedeiht;
• den in Europa florierenden linken Antisemitismus.

Ich konzentrierte mich auf den Fall Deutschland, wo die Linken in der Solidarität mit Islamisten als angebliche Opfer der Juden versuchen, sich von der deutschen Schuld des deutschen Mordes an sechs Millionen Juden reinzuwaschen. Der neue Antisemitismus, sowohl der Linken als auch der Islamisten, verkleidet sich als Anti- Zionismus und als ›Israel Bashing‹. Die Opfer von gestern, also die Juden, werden zu Tätern.

Die Links-Grünen haben bisher den moralischen Druck der Flüchtlingskrise 2015/2016 dazu ausgenutzt, Andersdenkende als Nazis zu stigmatisieren. Selbst diejenigen Demokraten, die die links-grüne Veredelung des Fremden nicht mitmachten und auf die Tatsache hinwiesen, dass die Newcomer aus Nahost mehrheitlich Antisemiten seien, wurden so behandelt.

Langsam zerbröckelt dieses Narrativ, und die Menschen nehmen wahr, dass die Links-Grünen über den neuen Antisemitismus schweigen. Der jüdische Wissenschaftler Michael Wolffsohn prangert in der NZZ ›die radikalisierte muslimische Minderheit‹ und ihren ›wachsenden Antisemitismus› an und gibt zu bedenken: ›Viele Juden wollen auswandern.‹

Plötzlich wird die deutsche Presse wach. FAZ und Welt berichten nach einem antisemitischen Angriff, dass sich unter den zehn Tätern syrische Flüchtlinge befänden. Früher hat man von ›Personen‹ gesprochen. Die Bild-Zeitung veröffentlichte einen Bericht unter der Überschrift ›Antisemitischer Übergriff: Ich schlitze dir die Kehle auf, Scheiss-Jude‹.«

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