Deutschland Wirtschaft

Das Problem der Energiewende

(Daniel Wetzel, WELT)

Wir schaffen das. Um schlanke 250 Milliarden Euro.

»Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Last politischer Verantwortung auf eine Kommission abwälzt, ist das Prozedere inzwischen gut eingespielt: Alle betroffenen Gruppen der sogenannten Zivilgesellschaft sitzen an einem Tisch und schauen sich tief in die Augen.

Nach der Anhörung einiger Wissenschaftler beginnt das Gefeilsche: Wenn die ihre Milliarden bekommen, will ich auch Milliarden bekommen. Der Kompromiss ist erreicht, wenn alle Gräben mit dem Geld der Steuerzahler zugeschüttet wurden. Das so erzielte – oder besser erkaufte – Ergebnis wird von der Bundeskanzlerin als ›gesellschaftlicher Konsens‹ verkauft.

In der sogenannten Kohlekommission fand das Wünsch-dir-Was in der Nacht zum Samstag seinen vorläufigen Höhepunkt. Die betroffenen Bundesländer forderten Anpassungshilfen von bis zu 60 Milliarden Euro, die industriellen Stromverbraucher eine Kostenkompensation von bis zu 54 Milliarden Euro, die Gewerkschaften für die Kohlekumpel gleichwertige Jobs und fünf Milliarden Euro Übergangsgeld.

Dafür bekommen die Klima- und Umweltschützer den ohnehin stattfindenden Kohleausstieg ein paar Jahre früher und zusätzlich vielleicht noch – wohl aber nur gegen Extrasummen – ihren ›Hambi‹ obendrauf.«

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