Deutschland Wirtschaft

Achse Berlin–Moskau

Sechs Gründe, warum die Energie-Achse Berlin-Moskau gefährlich ist

(Boris Reitschuster, HuffPost)

  • Laut Umfrage ziehen Bundesbürger Gas aus Russland amerikanischem vor
  • Offenbar herrscht Unkenntnis darüber, wie Putin Energie als Waffe benutzt
  • Deutsch-russische Petro-Kumpanei geht zu Lasten osteuropäischer Länder

»Wenn man die Nachricht liest, traut man seinen Augen nicht: „Deutsche wollen lieber Erdgas aus Russland als Flüssiggas aus den USA“ – unter dieser Überschrift hat kürzlich das Kasseler Öl- und Gas-Förderungs-Unternehmen Wintershall eine Presseerklärung veröffentlicht.

Die eng mit Moskau vernetzte deutsche Tochter des Chemieriesen BASF beruft sich dabei auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa, die sie selbst in Auftrag gegeben hat.

Der Anlass: Die in Deutschland umstrittenen neuen US-Sanktionen gegen Russland. Sie richten sich unter anderem gegen gemeinsame neue Energieprojekte mit Russland – allen voran eine Erweiterung der Ostsee-Pipeline. Deren Betreiber, die Nord Stream AG, gehört mehrheitlich Gasprom. Aber auch Wintershall selbst ist beteiligt – der Auftraggeber der Umfrage.

Glaubt man den Forsa-Zahlen, so wünschen sich lediglich sechs Prozent der Bundesbürger, in Zukunft weniger Erdgas aus Russland und stattdessen mehr amerikanisches Flüssiggas zu importieren.

Solche Zahlen legen – wenn sie nicht durch Suggestiv-Fragen zustande gekommen sein sollten – den Verdacht nahe, dass vielen Bundesbürger wichtige Aspekte der deutsch-russischen Energie-Beziehungen nicht bekannt sind:«

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