Naher Osten

Arafats Folterkeller

Entschädigung für 51 Opfer aus Arafats Folterkellern?

(Ulrich W. Sahm, Autiatur Online) »Direkt nach der Unterzeichnung der Osloer Verträge wurden Dutzende Palästinenser in den Kellern der Sicherheitsbehörden von Jassir Arafat unfassbar barbarisch gefoltert, als “Strafe” für ihre Kooperation mit Israel. Das stellte jetzt ein Jerusalemer Bezirksgericht in einem 1.860 Seiten langen Urteil fest. Das Dokument enthält zahlreiche Zeugenaussagen und eine Forderung an die Autonomiebehörde, die schwer misshandelten Menschen zu entschädigen.

Gemäss dem Urteil könnten 51 Palästinenser die Autonomiebehörde auf Schadensersatz klagen, weil ihnen Kooperation mit dem „Feind“ Israel vorgeworfen worden sei. Acht Kläger wurden disqualifiziert, weil sie sich anderer Straftaten schuldig gemacht hätten. Deren Behandlung sei eine „interne palästinensische Frage“. Dafür sei das israelische Gericht nicht zuständig.

Jahrelang sei Material zu diesem Fall gesammelt worden. Palästinenser und israelische Araber seien mit einer beispiellosen Grausamkeit von PA-Mitarbeitern systematisch und über lange Zeiträume hinweg wegen des Verdachts der Unterstützung des Staates Israel entführt, geschlagen und gefoltert worden. Das Urteil gibt einen Einblick in die dunkle Welt des Sadismus und beruht auf den Zeugnissen von Palästinensern über die Folter der Palästinensischen Behörde in den Jahren 1990-2002.«

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