Deutschland Naher Osten

Umgang mit Israel

U-Boote liefern, Klappe halten

(Jan Fleischhauer, SPON) Sigmar Gabriel kehrte vergangene Woche im Triumph nach Berlin zurück. Überall wurde er für seinen Auftritt beglückwünscht, so als habe er einem Tyrannen die Stirn geboten. Das Verhalten des Außenministers sei „beispielhaft“ gewesen, hieß es. Die Anspannung in der Entourage des Ministers, die am Handy die Reaktionen in Deutschland verfolgte, wich erst Erleichterung und dann purem Glück. Der Minister als Held, wer hätte das gedacht.

Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen: Das ist in einem Satz die Lehre des Israelbesuchs des deutschen Außenministers. Ich habe mir den Satz nicht ausgedacht, er stammt von dem Psychoanalytiker Zvi Rix. Er ist schon älter, aber er beschreibt gut das Auftrumpfungsbedürfnis, das in der Reaktion auf Gabriels Israelreise zutage trat. Endlich haben wir der Regierung in Jerusalem gezeigt, dass wir uns nicht länger mit dem Holocaust erpressen lassen, das war der Tenor vieler Kommentare.

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