Europa

Terror von Manchester

Verleugnung des Offensichtlichen

(Jochen Buchsteiner, FAZ) »Es gibt keine einfache Antwort auf die Frage, wie sich eine liberale Gesellschaft gegen eine gewalttätige Ideologie am besten zur Wehr setzt. Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass Überreaktionen die Gefahr nach sich ziehen, Anschläge für Terroristen nur attraktiver zu machen. Aber was sind angemessene Reaktionen? Lichterketten? Rhetorische Nebelkerzen? Auf der letzten Gedenkveranstaltung (für die fast schon wieder vergessenen Opfer des Terroranschlags vor dem Westminster Palace) sagte ein Redner, dass niemand wissen könne, was den Terroristen Khalid Masood zu seiner abscheulichen Tat getrieben habe. Es gibt Briten, die über solche Sätze wütend sind, weil sie den Feind nicht beim Namen nennen, weil sie das Offensichtliche verleugnen: dass sich die Täter, bei allen biographischen und psychologischen Unterschieden, ausnahmslos und ausdrücklich auf eine Ideologie berufen, die sich aus dem Islam ableitet.«

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