Am Wort

Mata Hari

Ich habe nie gut getanzt. Dass die Menschen kamen, um mich zu sehen, verdanke ich nur der Tatsache, dass ich es als Erste wagte, mich unbekleidet der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Mata Hari, eigentlich Margaretha Geertruida Zelle (* 7. August 1876 in Leeuwarden; † 15. Oktober 1917 in Vincennes) gilt als bekannteste und vielleicht auch schönste Spionin aller Zeiten.

Sie war in der Zeit vor und während des Ersten Weltkrieges als exotische Nackttänzerin und exzentrische Künstlerin berühmt. Am 25. Juli 1917 wurde sie wegen Doppelspionage und Hochverrats von den Richtern eines französischen Militärgerichts zum Tode verurteilt und am 15. Oktober 1917 hingerichtet.

Der SPIEGEL schreibt über die „Striptänzerin, Edelhure, Doppelagentin”:

»Von wegen verwöhntes Luxusweibchen! Im Moment ihres Todes zeigt Mata Hari Heldinnenmut. Nein, sie benötige keine Augenbinde, sagt die dunkelhaarige Schönheit dem Exekutionskommando, schaut den zwölf marokkanischen Soldaten direkt ins Gesicht.

„Monsieur, ich danke Ihnen“, ruft die 41-Jährige dem Offiziersanwärter zu, der den Feuerbefehl erteilt, den Pfarrer bedenkt sie mit einer Kusshand. Dann werden im Festungsgraben von Schloss Vincennes die Gewehrläufe auf sie gerichtet. Elf von zwölf Kugeln treffen.

So starb die Meisterspionin im Morgengrauen des 15. Oktober 1917.
Starb sie so? Starb sie anders – oder gar nicht?«

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