Deutschland

Israel, Juden und die SPD

Vom Kniefall zu vielen Versehen

(Anna Prizkau, FAZ) »Es ist immer noch der 9. Mai 2017, Steinmeier verneigt seinen Kopf vor dem Grab Arafats. Er weiß, wer der Tote war, was er sagte und tat. Es ist bekannt, dass die Karriere Arafats mit der Gründung der Fatah beginnt. Deren Ziel damals: die absolute Auslöschung Israels. Berühmt machen Arafat auch Anschläge auf Zivilisten. Er plant, bezahlt über Jahrzehnte den Terror. „Die Revolution wird ihre Waffen nicht niederlegen, bevor ganz Palästina befreit ist“, zitiert 1970 der „Spiegel“ Jassir Arafat.

Vor westlichen Kameras, westlichen Menschen verurteilt Arafat irgendwann Terror, ergänzt die Charta der PLO durch einen Satz, der die bösen Sätze, die da immer noch stehen, annulliert – vielleicht aus strategischen Gründen. Und im Jahr 2000 Camp David mit Bill Clinton und Ehud Barak. Ihr Angebot: beinah ganz Gaza, beinah das ganze Westjordanland und ein Teil Ostjerusalems als palästinensische Hauptstadt. Arafats Antwort: die Intifada. Statt zwei Staaten wieder mal Terror. Al-Aqsa-Brigaden, der bewaffnete Zweig der Fatah, töten eintausend Menschen. Und Arafat? Er sagt wieder einmal, dass Terror schlecht ist, doch bezahlt ihn. Bis zu 50.000 Dollar im Monat gibt die Fatah den Al-Aqsa-Märtyrern, das ergeben Recherchen der BBC im Jahr 2003.«

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