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Intoleranz nicht tolerieren

AHS-Direktor: „Wir können nicht alles und jedes tolerieren“

(Lisa Nimmervoll, DER STANDARD) »Christian Schacherreiter, langjähriger AHS-Direktor, über Werte in der Schule, Buben, die ihre Lehrerin beleidigen, Väter, die nur den „Herrn Direktor“ respektieren, und Grenzen, die verteidigt werden müssen.

STANDARD: Warum ist es ein „Wagnis, sich festzulegen“? Ist das auch ein Plädoyer gegen das, was unter „Kulturrelativismus“ firmiert?

Schacherreiter: Ja, durchaus. Toleranz ist etwas sehr Wichtiges und Gutes. In den Begleitmaterialien zum Wertekompass gibt es ein Kapitel zur Geschichte der Glaubenskämpfe und zur Entstehung religiöser Toleranz in Europa, weil ich den Schülerinnen und Schülern zeigen möchte, dass wir einen langen, sehr leidvollen und mit vielen Toten gezeichneten Weg gegangen sind, bis wir gelernt haben, uns in unseren unterschiedlichen Konfessionen und religiösen Vorstellungen zu tolerieren. Andererseits glaube ich: Wir können nicht alles und jedes tolerieren. Es muss Grenzen geben, wobei für mich da besonders zwei Themen wesentlich sind: die Scharia und die Frauenfrage. Da dürfen wir keinen Millimeter zurückgehen oder Zugeständnisse machen.«

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