Österreich Religion

Hasspostings als Waffe

Photo by patnz (edited), CC BY 2.0 

Für Menschlichkeit, gegen Hass

Als friedlicher Aktivist ohne Profitinteressen möchte ich die Menschen über die Realität informieren. Denn Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit gehen uns alle an. Wenn radikale Islamisten und deren Helfer Hass und Terror ungestraft als Waffe benutzen können, bleiben sie auf der Strecke.

Vorab Danke an alle meine Freunde für ihre Solidarität während einer schweren Zeit für meine Familie und mich. Ich habe 15 Morddrohungen von IS-Terroristen bekommen, von Tschetschenen, Bosniaken, Türken und Arabern wie Firas H. Firas H. ist als IS-Kämpfer in Syrien getötet worden. Er hatte auf Facebook ungefähr tausend Sympathisanten aus Österreich, mehrere tausend aus Deutschland. Viele von ihnen sind in Syrien getötet worden, doch mehrere hundert sind nach Österreich zurückgekehrt. Ihretwegen stand ich sieben Monate lang 24 Stunden pro Tag unter Polizeischutz. Wega und Cobra sei Dank, mehr will ich wegen meiner Sicherheit nicht sagen. Vor ein paar Monaten ich habe einen von ihnen in der U-Bahn getroffen.

Hass, Verfolgung und Intoleranz

Ständig bekomme ich weitere Drohungen von radikalen Islamisten und ihren Helfern, speziell von den Muslimbrüdern, die in allen möglichen dubiosen Organisationen organisiert sind. So versucht der Leiter eines islamischen Friedhofs, gleichzeitig ein Funktionär der Muslimbruderschaft, seit dem Erscheinen meines Buches, mich nicht nur bei jedem Vortrag mit Lügen zu diffamieren sondern auch mit einer Facebook Kampagne. Ich frage mich: Gilt der Schutz gegen Hasspostings nur für Politiker oder auch für mich?

Die Drohungen kommen meistens über Facebook. Die Hasspostings-Kampagne wurde nach der Präsentation meines letzten Buches und meinem Vortrag gegen das Kopftuch, das im Koran gar nicht vorkommt, immer stärker. Aus diesem Grund habe ich zwei Anzeigen bei der Polizei erstattet.

Alle diese Postings sind grobe Verletzungen der Meinungsfreiheit und der Menschenrechte. Sie rufen zu Hass, Intoleranz und der Verfolgung Andersdenkender auf. Sie sind nicht nur abzulehnen, sie sind zu unterbinden. Das ist kein Umgang in einer aufgeklärten, zivilisierten europäischen Gesellschaft. Ganz abgesehen davon, dass die Postings vor Unwahrheiten und an den Haaren herbeigezogenen Verleumdungen strotzen.

Aber weder diese Hassprediger auf Facebook noch andere radikale Islamisten kann irgendjemand stoppen, solange bestimmte Politiker und manche Journalisten den Islamisten und Muslimbrüdern ideell und materiell helfen, unabhängig von deren Herkunft oder Nation. Das macht mir immer mehr Angst.

Auf der Flucht

Die ständigen Drohungen kosten mich viel Zeit, Nerven und Geld, nicht zuletzt für Rechtsanwälte und beeidete Übersetzungen für die Gerichte. Als friedlicher Aktivist habe ich auf alle Tantiemen aus dem Verkauf meines Buches verzichtet, weil alle meine Aktivitäten freiwillig erfolgen und im Sinne aller friedfertigen Menschen sind. Aber müssen meine Familie und ich deshalb immer auf der Flucht bleiben

Ehrlich gesagt: es geht mir nicht gut. Ich vertrage viel, aber auch meine Kraft ist irgendwann zu Ende, wenn mir wegen friedlicher Vorträge der Abfall vom Glauben und Verrat am Islam vorgeworfen wird – was von radikalen Islamisten mit dem Tod geahndet wird. Deswegen wurde diese Hasskampagne gegen mich gestartet, aber niemand kann oder will diese radikalen Islamisten stoppen.

Trotzdem: solange ich die Wahrheit sage, kann mich niemand mundtot machen.

Eigentlich habe ich Asyl im Ausland. Aber ich will die Menschen in Österreich nicht alleine lassen und bleibe weiter friedlich aktiv. Ich werde zu Unrecht, Unwahrheiten und Verleumdungen niemals schweigen. Meine Freunde überall, die mir die Kraft dazu geben, will ich nicht enttäuschen. Und so werde ich bis zu meinem letzten Atemzug weiterkämpfen. Was inzwischen auch Erfolge zeitigt: Viele der hasserfüllten, hetzerischen Facebook Seiten und Hasspostings wurden inzwischen gelöscht.

 

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