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Fluch über Deutschland

Es liegt ein Fluch über Deutschland

(Markus Vahlefeld, Achse des Guten) Hat irgendjemand aus dem Recherchenetzwerk, das unter lautem Tam-Tam die völlig unspektakulären Panama-Papers ans Licht brachte, mal nachgeforscht, wie der Türkei-Deal eigentlich hätte umgesetzt werden sollen, wenn die Balkanroute noch immer offen wäre? Müsste Griechenland dann täglich 10.000 Menschen in die Türkei zurückschicken? Oder nur die, die sich nicht mit Händen, Füßen und manchmal auch Lattenzäunen wehrten, und der die Polizei habhaft werden könnte? Und die anderen würden sich weiterhin auf den Weg nach Deutschland machen können? Was war der Plan Angela Merkels, mit einer offenen Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien die Menschen von der Wanderbewegung abzuhalten? Was haben Selbstschussanlagen an der syrisch-türkischen Grenze mit Fluchtursachenbekämpfung zu tun?

Und Hand aufs Herz: hat irgendjemand wirklich daran geglaubt, dass die Türkei, um die Visafreiheit für ihre Bürger zu erreichen, alle 72 Forderungen der EU umsetzen würde? „Es wird keinen Flüchtlingsrabatt für die Türkei geben, wenn es um die Anwendung der Visa-Spielregeln geht“, hieß es vollmundig von europäischer Seite, als das Abkommen unterzeichnet war. Heute wissen wir, dass die Türkei auf diese Forderungen pfeift und ihre Bürger trotzdem visafrei nach Europa reisen können.

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