Deutschland Wirtschaft

Die Energiewende

Ein sich anbahnendes Desaster

(Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, EIFELON) »Deutschland geht also den zweiten Schritt vor dem Ersten?

Wir haben mit der Energiewende das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt, zuerst die Windräder gebaut, ohne zu überlegen, wo wir den Strom bei Windstille herbekommen, wenn wir zusätzlich Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke stilllegen. Mal ist zu wenig Wind da und dann ist es wieder zu viel. Heute fehlen uns einfach die entsprechenden Speicherkapazitäten, um die Stromeinspeisung zu verstetigen. Soviel Pumpspeicher oder Batterien wie wir brauchen würden, bekommen wir in Deutschland nicht gebaut und auch nicht bezahlt.

Ohne Speicher wird das Netz instabil, das Risiko für den Blackout steigt mit jedem zusätzlichen Windrad.

Wind und Sonne schicken keine Rechnung hat es mal geheißen.

Wind- und Solarstrom sind noch immer doppelt bis dreimal so teuer wie konventionell erzeugter Strom. Um das auszugleichen, werden die Mehrkosten durch eine Umlagegebühr nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei den Kunden erhoben und an die Produzenten von Wind und Solarenergie verteilt. Jeder Windmüller oder Besitzer eines Solardaches bekommt eine feste Vergütung für seinen Strom, der ihm eine satte Rendite für 20 Jahre sicherstellt.

Diese Umlagegebühr verteuert gleichzeitig den Strom für die Kunden. Der Strom aus Erneuerbaren wird also vorab mit der Subvention bezahlt, kommt dann zum Preis von null Cent ins Netz und verdrängt dort den konventionellen Kraftwerksstrom vom Markt. Das senkt den Strompreis an der Börse. Beide Effekte zusammen führen zu einer Erhöhung des Strompreises für den privaten Kunden.

Heute sind die Energiepreise in Deutschland dank Windenergie bereits die zweithöchsten in Europa – nach Dänemark. Die zusätzliche Abgabe auf der Stromrechnungen für erneuerbare Energien wird in 2017 für den Verbraucher auf ungeahnte 6,88 Euro-Cent pro kWh steigen, mehr als das Doppelte des Marktpreises.«

Hier lesen

 

Kommentar verfassen