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Das große Bienensterben

„Ohne mich“, sagte die Biene zum Bienensterben

(Ulli Kulke, Achse des Guten) »Es wird mal wieder gestorben. Im Dienste einer guten Sache. So wie das letzte Mal, vor gut 30 Jahren, als der deutsche Wald rettungslos verloren war. Fünf Jahre gab ihm der „Spiegel“ damals noch, Mitte der 80er-Jahre. Erst stirbt der Wald, dann der Mensch, hieß es. Eigentlich sei es ja schon zu spät, eine Chance hätten wir nur, wenn wir ganz schnell alles ausschalten, was die Industriegesellschaft ausmacht. Das Waldsterben als Waffe gegen die moderne Welt, gnadenlose Übertreibung ist erlaubt, der Zweck heiligt die Mittel. Heute wissen wir: Allenfalls punktuell ging es dem Wald schlecht, die filterlosen Industrieschornsteine in den sozialistischen Planwirtschaften (dort auch die Diesel, die noch „richtige“ Diesel waren) setzten ihm zu. Dann kamen Schutzmaßnahmen, der Osten wurde westlichen Umweltstandards unterworfen – und heute redet keiner mehr über einen sterbenden Wald. Die dramatischen Bilder von damals waren – trotz sauren Regens gnaden- und haltlos überzogen, der Wald hätte auch drei weitere Jahrzehnte Sozialismus überlebt.

Das wissen wir heute – und schon geht ein ähnliches Sterben los: Das Bienensterben. Die Umweltgruppen schlagen Alarm. Wieder geht es ums Ganze. Wieder wird gnadenlos übertrieben, wieder für einen vermeintlich guten Zweck. Soll doch dieses Mal der konventionellen Landwirtschaft der Garaus gemacht, die an allem die Schuld trägt, und Deutschland mit flächendeckendem Bio-Landbau überzogen werden. Es ist kein Zufall, dass Kampagnen dazu gerade jetzt starten, Deutschland und die EU stehen da nämlich dieser Tage an einem Scheideweg. Doch dazu später. Schauen wir erst mal, was überhaupt dran ist am großen „Bienensterben“. An großen Worten fehlt es ja nicht.«

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