Feuilleton Religion

Logische Träumereien

Der Philosoph Rudolf Burger über die Provokation des Islam und den Nihilismus der Aufklärung.

Wiener Zeitung: Bemerkenswert ist, dass sich die Kirche stark in der Flüchtlingspolitik engagiert, in der Debatte um religiöse Symbole im öffentlichen Raum aber zurückhaltend agiert und mitunter sogar für die Zulassung muslimischer Symbole argumentiert.

Rudolf Burger: „Als politisierender Kleriker würde ich auch so handeln. Der providentielle Feind des Christentums ist nicht der Muslim, sondern der Atheist.“ …

Wiener Zeitung: Und kann man das muslimische Kopftuch oder die Vollverschleierung wirklich als zudringliche Belästigung interpretieren?

Rudolf Burger: „Ich tue es, es ist eine Form der Raumbesetzung durch eine, wie ich es empfinde, mir feindlich gesinnte Ideologie. Es ist eben nicht nur eine Mode. Das Kopftuch der alten Bäuerinnen war eine Arbeitskleidung, nicht mehr. Hier dagegen haben wir es mit einem politischen Demonstrationsakt zu tun.“

Das ganze Interview mit Rudolf Burger in der Wiener Zeitung.

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